Die Preise an den europäischen Spotmärkten für Strom befinden sich auf dem höchsten Stand seit Beginn des Börsenhandels. Die Börsen mussten höhere Preislimits einführen, um auf die Situation zu reagieren. Was passiert derzeit auf den kurzfristigen Märkten und was wird im Winter passieren?

In den meisten europäischen Ländern werden kurzfristige Preise für die physische Lieferung von Strom über Spotmärkte an Energiebörsen gebildet. Dabei spielt der Day-Ahead-Markt mit rund 80 Prozent des börsengehandelten Volumens die größte Rolle. Hier werden die stündlichen Strompreise für den nächsten Tag (Day-Ahead) täglich durch eine Auktion mit Erzeugern und Käufern ermittelt. Generell beeinflussen also sowohl Anbieter als auch Verbraucher das Preisniveau durch ihre Gebote und Mengen.

Day-Ahead als Hauptmarkt

Auf der Erzeugerseite bestimmen die kurzfristigen Gestehungskosten des letzten bedarfsgerechten Kraftwerks den Preis. Alle Erzeuger erhalten diesen Preis und alle Stromabnehmer müssen diesen Preis zahlen. Die Preiselastizität auf der Stromabnehmerseite ist sehr gering. Das bedeutet, dass die Stromnachfrage nur wenig auf Preisänderungen reagiert. Energieversorger müssen auch bei hohen Preisen am Spotmarkt Strom für ihre Kunden einkaufen, um sie weiterhin beliefern zu können. Dennoch wirken sich Chart für Spotmarkt Strom Nachfrage aufgrund von Effizienzmaßnahmen in der Industrie oder Einsparungen bei Haushalten auf die Nachfrage und niedrigere Preise aus.

Fossile Brennstoffe treiben die Preise

Thermische Kraftwerke wie Kohle- und Gaskraftwerke sind in vielen Stunden preisbestimmend am Day-Ahead-Markt und ihre spezifischen Stromgestehungskosten hängen stark von fossilen Brennstoffen ab. Abbildung 1 zeigt die durchschnittlichen Grenzkostenkomponenten von Gas- und Steinkohlekraftwerken.

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